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"Das Wort Schamane hat seine Wurzeln im sibirischen Wort "saman", was verschiedenen Bedeutungen hat: zB. in Extase sein, erhitzt sein, Menschen mit Weisheit, durch Geister inspiriert sein, usw.

Menschen mit solchen Qualitäten, die in der Welt der Geister verhandeln und agieren konnten, verhalfen dem Stamm zu überleben und dadurch ein erträgliches Leben zu führen.

Eines der wichtigsten Instrumente der Schamanen ist die Trommel."

Schamanismus als Ursprung von Religion,

Medizin und Kunst



Schamanismus ist die heute weltweit in der Geschichte uns wohl bekannteste spirituelle Form und Praxis für Heilung und persönliches Wachstum. Schamanismus beinhaltet alle wesentlichen klassischen Philosophie-richtungen und Religionen.
Heute sind es Menschen vieler Berufs- und Lebensrichtungen, die sich wieder dem Studium und der Anwendung dieser alten schamanischen Überlebensstrategien und Techniken zuwenden.
Der Schamanismus wurde in unserer Zeit, vor allem 1968, durch den weltbekannten Anthropologen Carlos Castaneda im Westen bekannt gemacht und seine Bücher weltweit verbreitet...

Das Wort Schamane hat seine Wurzeln im sibirischen Wort "saman", was verschiedenen Bedeutungen hat. Der Ethnologe Mircea Eliade erklärte diesen Begriff grundsätzlich mit dem Wort "Extase". Andere Erklärungen sind "erhitzt sein", "Mensche mit Weisheit" oder "durch Geister inspiriert sein." Die Grundbedeutung des Schamanismus ist jedoch, dass wir alle Teil sind einer universellen Familie und dass alles lebendig, beseelt und miteinander verbunden ist.

Es steht außer Frage, dass der Schamanismus zwischen 10 und 50 Tausend Jahre alt ist. Einige sprechen sogar von bis zu 150'000 Jahren. Dies reicht bis zum frühesten Beginn der Menschheit zurück.

Vor etwa 40 bis 35 tausend Jahren erschien der „Homo Sapiens, Sapiens.“

Seit dem Höhepunkt der Höhlenmalereien vor rund 20'000 Jahren vor unserer Zeit, wurden in verschiedenen Höhlen „schamanische Szenen“ entdeckt. Diese Bilder stellen oftmals Wesen von halb Tier und halb Mensch dar. Diese Darstellungen geben uns Hinweise auf die Verwandlungskraft der Schamanen, wenn sie sich in Trance mit ihren verbündeten Geistern verbinden.

Um das schamanische Weltbild verstehen zu können müssen wir versuchen uns vorzustellen, wie die Menschen vor 20 - 50'000 Jahren gelebt haben:

Die Menschen fühlten sich nicht von der Natur getrennt, wie dies ein großer Teil der Menschen von heute empfindet.

In den frühen Beginnen der Menschheit und für die folgenden 50 - 100'000 Jahren waren die Kultur, die Religion und das tägliche Leben von einem animistischen Weltbild geprägt, das heißt, dass alles in einer belebten Form gesehen, empfunden und gelebt wurde. Alles hatte eine Seele und einen Geist und alles hatte eine gewisse Bedeutung: Pflanzen, Tiere, Höhlen, Wasser, Feuer, Bäume, Steine, Flüsse, Wolken, Regen, Berge wurden in dieser belebten und beseelten Form gesehen.

Die richtige Interpretation von Umständen, Bedeutungen und Zeichen konnten über das Leben und den Tod entscheiden. Die Aufmerksamkeit der Menschen aus jener Zeit muss also extrem hoch gewesen sein und das Überleben eines Stammes war wesentlich davon abhängig, wie aufmerksam sie und der Schamane mit ihrer Umgebung umgehen konnten.

Hier lernen wir zu verstehen, wie wichtig schamanische Fähigkeiten und Qualitäten damals waren. Menschen mit solchen Qualitäten, die in der Welt der Geister verhandeln und agieren konnten, verhalfen dem Stamm zu überleben und dadurch ein erträgliches Leben zu führen. Dies erklärt auch, warum Schamanismus nicht nur in einer Region, in einer ethnischen Gruppe oder in einem Stamm in dieser Welt bestand, Schamanismus existierte weltweit!

Natürlich zeigen diverse schamanische Gesellschaften verschiedene Formen von praktiziertem Schamanismus auf. Eine interessante Tatsache ist aber, dass die Welt angesichts dieser verschiedener schamanischer Gesellschaften und spirituellen Techniken, sehr viele Gemeinsamkeiten in der ganzen Welt aufwiesen zu einer Zeit, wo die uns zu Verfügung stehenden Kommunikationsmittel nicht existiert hatten.  

Eines der wichtigsten Instrumente der Schamanen ist die Trommel. Oft wird die Trommel als „das Pferd“ des Schamanen gesehen. Mit dem Klang der Trommel geht der Schamane in Trance und reist mit einem Teil seiner Seele in diese anderen Welten und Realitäten.

Neuere neurologische Studien belegen, dass rhythmisches Trommeln zu einer Synchronisation der beiden Hälften des Gehirns führt und dadurch bewirken kann, dass das gesamte Gehirn im gleichen Rhythmus schwingt.

Dies kann zu einem Zustand der Klarheit, hoher geistiger Kraft, Euphorie, Ekstase und intensiver Kreativität führen.

Dies ist die wissenschaftliche neurologische Erklärung für dieses veränderte schamanische Bewusstsein.

Solche Bedingungen, die von Schamanen beabsichtigt sind, werden durch das Schlagen der Trommel oder der Rassel, durch Gesang, Tanz, Ritual und Körperhaltungen erreicht.

Normalerweise ist der Schamane selbständig in der Lage, diese Trance willentlich zu beenden und er weiß, was er erlebt und gesehen hat auf dieser schamanischen Reise.

Diese Weisheit und das Wissen bringt er zu seinem Stamm oder zu seinem Volk und überträgt es durch Lieder, Tänze, Theater, Rituale und Heilungen.